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mann der setzlinge hält.
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Teil 2: Ein neuer Ansatz für den Klimaschutz

10.7.2023

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Bild von Claire Ellicott

Claire Ellicott

mann der setzlinge hält.

Aktueller Status:

Derzeit wird erwartet, dass die von der Welt verfolgte Politik dazu führen wird, dass die Temperatur der Erde bis zum Jahr 2100 um etwa 2,7°C im Vergleich zu vorindustriellen Werten ansteigt. Die derzeitige Netto-Null-Politik, die 140 Länder verfolgen, wird uns nur auf 2,0°C bringen. Dies entspricht nicht den Zielen des Pariser Abkommens, das darauf abzielt, deutlich unter 2,0°C und idealerweise auf 1,5°C zu kommen.

2100 WARMING PROJECTIONS.png Bild vom climate action tracker

Die Folgen der globalen Erwärmung hängen davon ab, wie effektiv und effizient die Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels umgesetzt werden. Um sicherzustellen, dass die erforderliche Wirkung erzielt wird, sollten wir unsere derzeitige Art des Emissionsausgleichs überdenken. Wir fördern einen neuen Ansatz, der eine echte Wirkung auf das Klima hat: das Beitragsmodell.

Das Nachfolgemodell des Kompensationsmodells: Beitrag zu Klimaschutzprojekten

Der Beitrag zu Klimaprojekten unterstützt aktiv Initiativen zur Eindämmung des Klimawandels. Dieses Engagement geht über den einfachen Kohlenstoffausgleich hinaus und beinhaltet die Beteiligung an Projekten, die sich direkt mit den Folgen des Klimawandels befassen.

Der alte Ansatz: Kompensation

Das Kompensationsmodell basiert auf dem Konzept "Tonne für Tonne". Ausgleich der Emissionen durch den Kauf von Emissionsgutschriften für die verbleibenden jährlichen Treibhausgasemissionen eines Unternehmens. Bei diesem Ansatz liegt der Schwerpunkt auf der physischen Menge der Emissionen. Die Idee besteht darin, einen Netto-Null-Fußabdruck des Unternehmens zu erreichen, indem die in diesem Jahr produzierten Emissionen ausgeglichen werden. Zu den Vorteilen dieses Ansatzes gehören ein klarer Bezug zum Klima-Fußabdruck eines Unternehmens und eine eindeutige Messung der Auswirkungen der CO₂-Metrik. Der reine Fokus auf die CO₂-Kennzahlen ermöglicht nicht den erforderlichen Systemwandel. Das derzeitige Modell legt den Schwerpunkt auf x Tonnen Kohlenstoff, die ein Unternehmen ausstößt. Das Unternehmen kann sich dann um Emissionsgutschriften bemühen, um x emittierte CO₂-Mengen zu reduzieren und so "Netto-Null" zu erreichen . Dieser Kreislauf führt bei den Preisen und der Qualität der Emissionsgutschriften zu einem Wettlauf nach unten, da die Unternehmen dem Erwerb billiger, reichlich vorhandener Gutschriften den Vorzug geben, anstatt ihre Emissionen zu reduzieren. Die ökologische Integrität von vielen Projekten, die dies begünstigen, ist fragwürdig, da sie einen Anreiz haben, so schnell wie möglich so viele Gutschriften wie möglich auszustellen. Das hat zu weit verbreiteten Problemen geführt. Zum einen die übermäßige Ausstellung von Zertifikaten aufgrund aggressiver Baselines, zum anderen die mangelhafte Überwachung von Projekten. Dies spitzte sich im Jahr 2023 zu, als naturbasierte Projekte heftig kritisiert wurden, weil sie angeblich nicht in der Lage waren, konservative Baselines, Zusätzlichkeit und Leakage ausreichend nachzuweisen.

Der Fokus auf, durch Offsets bewerkstelligte, “Klimaneutralität” hat zu ineffektiven Projekten geführt und gleichzeit den Ruf von Firmen geschädigt, die freiwillige Investition in die Natur und das Klima getätigt haben. Erfahren Sie in Teil 1 mehr darüber, warum uns das Kompensationsmodell nicht weiterbringt.

Der neue Ansatz: "Verantwortung übernehmen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten"

Das “Beitragsmodell” verfolgt einen ganzheitlicheren Ansatz als das Kompensationsmodell, indem nicht nur CO₂-Emissionen, sondern auch soziale und ökologische Aspekte gemessen werden. Unternehmen stellen ein Budget für langfristige Klimaschutzprojekte zur Verfügung und erwarten dafür einen teilweisen Ausgleich der Emissionen sowie die Möglichkeit, ihren Beitrag zum Klimaschutz öffentlich zu machen. Das “Beitragsmodell” ist vielversprechend für die Zukunft unseres Planeten, da es die Flexibilität bietet, zu einer Vielzahl von Projekten beizutragen, die über den Kohlenstoffausstoß hinaus eine Reihe positiver Auswirkungen auf Klima und Natur haben können. Es vermeidet die Greenwashing-Falle, da die Unternehmen die Emissionsgutschriften nicht als Ausgleich für ihre Emissionen nutzen, sondern die Art und den Umfang ihrer Investitionen und deren Auswirkungen im Rahmen ihrer unternehmerischen Verantwortung kommunizieren. Also, wie sollten diese Beiträge im Gegensatz zum "Tonne für Tonne"-Modell finanziert werden?

Geld für Tonne: Statt nach den billigsten Gutschriften zur Neutralisierung der Emissionen zu suchen, ermutigt das “Beitragsmodell” die Unternehmen, zunächst einen internen CO₂-Preis für ihre verbleibenden Emissionen festzulegen. Dieser dient als Grundlage für die Finanzierung von hochwertigen – idealerweise transformativen – Klimaschutzprojekten außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Gemeinsame Anstrengungen: Bei dem Beitragskonzept geht es nicht um individuelle Ansprüche ("Wir sind klimaneutral"). Es geht um die Idee, den Klimawandel kollektiv in Richtung des globalen Netto-Null-Ziels zu steuern. Der globale Klimaschutz ist eine systemische Herausforderung, der sich Unternehmen stellen müssen. Das “Beitragsmodell” erkennt dies an und unterstützt damit den notwendigen Systemwandel. In der Regel wird ein sogenannter “contribution claim” mit Bezug auf die Ziele des Pariser Abkommens geltend gemacht, z. B. die Erreichung der NDCs des Projektlandes, Beiträge zu globalen Klimaschutzmaßnahmen auf dem Weg zu 1,5°C oder ein Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung. Auf diese Weise wird auch jegliches Risiko einer Doppelzählung vermieden und die Notwendigkeit von “corresponding adjustments” im Rahmen des Pariser Abkommens entfällt, da die Gutschriften vom Käufer nicht zum Ausgleich seiner eigenen Emissionen eingelöst werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich um ein globales Ziel handelt und die Perspektive kollektiv und systemisch ist.

Screenshot 2023-07-10 at 15.30.24.png Der Hauptunterschiede zwischen dem Kompensations- und dem Beitragsmodell Source: WWF

Mit Tree.ly-Projekten einen Beitrag leisten und Verantwortung übernehmen

Wenn Sie ein Projekt auswählen, in das Sie als Teil ihrer Klimastrategie unterstützen wollen, ist es eine gute Idee in den Schutz der Wälder und der Artenvielfalt in Ihrer zu investieren. Bei Tree.ly gibt es eine Reihe von hochwertigen Projekten in europäischen Wäldern zur Auswahl. Die Investitionen gehen zu 100% an die Waldbesitzer:innen, um den Klimaschutz, die Biodiversität und die regionale Wirtschaft zu fördern. Jedes Projekt wird jährlich vom TÜV AUSTRIA überprüft und validiert, um einen nachhaltigen Beitrag zum globalen Klimaschutz zu gewährleisten. Sehen Sie sich einige unserer Klimaschutzprojekte auf unserer Portfolioseite an.

Was nun? Zusammenfassung und Ausblick:

  • Die derzeitige Politik reicht nicht aus, um das 1,5°C-Ziel zu erreichen

  • "Tonne für Tonne" ist die alte Denkweise, die auf der Kompensation von Emissionen basiert, die sich stark auf die Denkweise des "Wettlaufs nach unten" konzentriert und den Anspruch verfolgt, klimaneutral zu sein

  • Das Beitragsmodell verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Optimierung der Klimawirksamkeit Ihrer Nachhaltigkeitsinvestitionen im Vordergrund steht

In unserem nächsten Blogbeitrag unserer vierteiligen Miniserie berichten wir über die Vorteile des Beitragsmodells für das Klima und ihr Unternehmen.

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Hier geht es zu Teil 3